Traumatherapie


Die komplexe oft therapieresistente Symptomatik von Traumafolgeerkrankungen verlangt nach einem spezifischen therapeutischen Zugang.

Zielgruppe:
Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Als traumatisch werden solche Ereignisse bezeichnet, die der betroffenen Person als ausweglos erscheinen und/oder starke Gefühle von Angst, Hilflosigkeit und Ohnmacht auslösen. Es entstehen körperliche und seelische Beschwerden.

Traumatherapie

Folgende Beschwerden können auftreten:

  • unkontrollierbare, heftige Erinnerungsschübe in Form von Bildern, Tag- oder Nachtträumen
  • gesteigertes Gefühl von Angst und/oder Hilflosigkeit
  • Vermeidung von Situationen oder Gedanken, die an das Ereignis erinnern
  • Gefühl sich nicht mehr konzentrieren zu können
  • extreme körperliche Unruhe
  • Schlafstörungen

Bei Kindern sind die nach einem traumatischen Ereignis auftretenden Beschwerden meist weniger deutlich und werden leider oft verkannt.

Taumatherapie

Durchführung:
Die Traumatherapie erfolgt in vier Phasen, deren zeitlicher Rahmen abhängig von der individuellen Situation erheblich variieren kann.

  • Sie beginnt mit einer Diagnostikphase, deren Kernpunkt eine ausführliche Traumaanamnese ist, so dass ein Abschätzen der weiteren Vorgangsweise in Bezug auf Dauer und den Zugang über direkte oder indirekte Methoden der Traumabearbeitung möglich ist.

  • Es folgt die Phase der Stabilisierung, in der die notwendigen Voraussetzungen (innere und äußere Stabilität) als Basis für eine erfolgreiche Traumabewältigung geschaffen bzw. aktiviert werden. 

  • In der dritten Phase findet die eigentliche Verarbeitung und Bewältigung der traumatischen Ereignisse statt. Dabei stimme ich das Vorgehen auf die Art der Traumatisierung und dem Alter der Klienten ab.

    - Bei erinnerbaren traumatischen Ereignissen finden direkte Traumabewältigungsmethoden Anwendung. Dazu zählen EMDR (eye movement desensitisation and reprosessing), STI (strukturierte Traumaintervention) und Screen-Technik.

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    Bei nicht erinnerbaren traumatischen Ereignissen (bzw. wenn keine Informationen vorhanden sind) ist bei Kindern die traumabezogene Spieltherapie als indirekte Traumabewältigungsmethode die Therapie der Wahl.

  • Zuletzt folgt die Phase der Integration und Neuorientierung in der es gilt, Vergangenes und Verlorenes in die eigene Geschichte zu integrieren und darauf aufbauend sich neu auf die Zukunft zu orientieren.

Kosten:
Für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen ist ein Kostenzuschuss durch das Magistrat oder durch die Bezirkshauptmannschaft möglich. Siehe dazu folgendes INFOBLATT.

Für Erwachsene gibt es oft über eine private Versicherung die Möglichkeit einer Rückverrechnung.